SPD Lüneburg bekennt sich zur Inklusion

 
 

Ortsverein wendet sich gegen Weiteführung der Förderschule L und fordert mehr finanzielles Engagement bei der Umsetzung der Inklusionsziele

 

Der SPD Ortsverein Lüneburg bekennt sich ausdrücklich zu den Grundsätzen und Zielen der Inklusion. Inklusion heißt für uns, dass Schüler*innen mit besonderem Förderbedarf in einen Regelschulbetrieb hineingenommen werden. Mögliche Diskriminierungen dürfen nicht dazu führen, dass die Betroffenen wieder ausgegrenzt werden, sondern müssen an den allgemeinbildenden Schulen diskutiert und abgebaut werden.

Den Weg dorthin zur Inklusion jetzt zu verlassen, indem wir in Lüneburg die Förderschule L weiterführen und dort wieder neue Schüler*innen aufnehmen, mag kurzfristig gut klingen, schafft aber mehr Probleme als Lösungen. Eine Weiterführung der Förderschule L, in Lüneburg der Johannes-Rabeler-Schule, ist nur bis 2028 möglich. An dieser Schule fehlen zur Zeit sowohl Lehrer*innen als auch eine Schulleitung. Es erscheint zudem äußerst fraglich, ob überhaupt genug Schüler*innen für eine Fortführung der Förderschule L vorhanden wären. Schwerer aber wiegt für uns, dass dadurch dringend benötigte Lehrerstunden an den allgemeinbildenden Schulen für die Aufgaben der Inklusion verloren gehen. Eine solche Entscheidung wäre also ein echter Rückschlag auf dem Weg zur Inklusion. Wir verweisen in diesem Zusammenhang insbesondere auf die Ausführungen von Uwe Wegener, Schulleiter der Oberschule am Wasserturm in der letzten Sitzung des Schulaus­schusses: Wegener hat aus unserer Sicht überzeugend dargelegt, wie durch die dauerhafte Zusammenarbeit zwischen von Förderschul- und Oberschullehrkräften in den Klassen Inklusion gelingen und zur gelebten Normalität an Schulen werden kann. Solche Wege gilt es zu unterstützen!

Allerdings gibt es auch aus Sicht der SPD auf diesem Gebiet noch viel zu tun. Uns ist sehr wohl bewusst, dass es noch eine ganze Reihe ungelöster Fragen gibt und nicht überall ausreichend Personal vorhanden ist. Hier braucht es weitere Anstrengungen, gerade auch des Landes Niedersachsen und der Bundesregierung. Gerade deshalb aber muss der einmal eingeschlagene Weg jetzt entschlossen fortgesetzt werden – die Oberschule am Wasserturm sollte uns als positives Beispiel Mut machen. 

 


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