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Banner zur Großdemo Fukushima mahnt

24. März 2011: Lüneburger SPD ruft zur Teilnahme an Großdemo gegen Atomkraft auf!

Zehntausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet wollen am kommenden Samstag, den 26. März 2011, in vier Großstädten für das endgültige Aus der Atomenergie auf die Straße gehen – demonstrieren Sie mit! In Hamburg startet die Großdemonstration um 12:00 Uhr am Bahnhof Dammtor, Moorweide. Der SPD-Ortsverein Lüneburg ruft zur Teilnahme auf.

Viele Lüneburgerinnen und Lüneburger fahren gemeinsam mit dem Metronom um 10:34 Uhr nach Hamburg, das Treffen zur gemeinsamen Anreise findet ab 10:00 Uhr am Lüneburger Bahnhof statt. Viele Lüneburger Sozialdemokraten werden sich im Anschluss an eine Veranstaltung im „Gasthaus Krone“ noch auf den Weg nach Hamburg machen.

„Die Lage am japanischen Katastrophen-Reaktor Fukushima bleibt dramatisch. Schockiert und betroffen angesichts der schlimmen Ereignisse schauen wir nach Japan. Wir sind mit unseren Gedanken bei den Menschen dort, ihnen gehört unser Mitgefühl. Die Reaktorkatastrophe führt uns auf erschütternde Weise vor Augen: Es gibt keinen Schutz vor dem nuklearen Risiko – die Natur hält sich nicht an vorherige Berechnungen. Wir können uns das Risiko einer nuklearen Katastrophe nicht länger leisten“, heißt es in einer Erklärung der Lüneburger Sozialdemokraten.

Vor wenigen Monaten erst habe die Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung für alle Atomkraftwerke beschlossen. Jetzt solle der Betrieb der sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke für drei Monate ausgesetzt werden. Das sei nicht genug, heißt es weiter, „die sieben Atomkraftwerke dürfen nie wieder eingeschaltet werden und auch das Atomkraftwerk Krümmel darf nicht wieder ans Netz. Alle anderen Atomreaktoren müssen so schnell wie irgend möglich abgeschaltet werden!“

Anstatt endlich den Atomausstieg konsequent voranzutreiben und die Energiewende einzuleiten, taktiere die schwarz-gelbe Bundesregierung weiter. Jetzt habe Angela Merkel erst einmal zwei Kommissionen eingesetzt. Sie spiele damit auf Zeit, um die Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu überstehen. Dabei missachte die Kanzlerin grob die Sicherheitsinteressen der deutschen Bevölkerung, die den schnellen Atomausstieg wolle, so die SPD.

„Nach der Katastrophe von Fukushima steht Schwarz-Gelb vor den Trümmern ihrer Atompolitik. Wir Sozialdemokra-tinnen und Sozialdemokraten bleiben dabei:

  • Die ältesten und am schlechtesten gegen Flugzeugabsturz geschützten Reaktoren Biblis A, Biblis B, Brunsbüttel, Neckarwestheim I, Philippsburg I, Isar I, Unterweser und Krümmel müssen endgültig abgeschaltet werden.
  • Die Laufzeitverlängerungen müssen vom Bundestag mit einem Ausstiegsgesetz zurückgenommen
  • Das kerntechnische Regelwerk von 2009 muss wieder in Kraft gesetzt werden, um aktuelle Sicherheitsstandards für die Restlaufzeiten der Atomkraftwerke zu gewährleisten."

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