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30. Juli 2013: Mehrgenerationenhaus Lüneburg - Geschwister-Scholl-Haus

Auf ihrer Tour durch den Wahlkreis besucht Hiltrud Lotze, Bundestagskandidatin der SPD, auch das Geschwister-Scholl-Haus in Lüneburg. Das Mehrgenerationenhaus in der Nähe der Universität ist nicht nur Treffpunkt für Jung und Alt. Hier wird das umfangreiche Programm auch von Jung und Alt selbst gestaltet. Völlig zu Recht ist man stolz auf die bis zu 150 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Hauses.

Es gibt Sprach-, Sport- und PC-Kurse, Spiele- und Musikgruppen, Hausaufgabenbetreuung, Mittagstisch und ein Cafè. Selbst bei Organisation und Büroarbeit wird Frau Kuchler, die Leiterin des Hauses, von Ehrenamtlern unterstützt. Manchmal kommt Hilfe durch Praktikanten von der Universität und zur Zeit durch Herrn Dombrowski, der sein soziales Jahr hier absolviert.

Hiltrud Lotze ist beeindruckt: „Auf dieses lebendige Haus können Sie alle sehr stolz sein. So ein großes ehrenamtliches Engagement Ihre Begleiterin, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Bundestagsabgeordnete und Sprecherin der Arbeitsgruppe „Demographischer Wandel“ ist voll des Lobes, als sie von gemeinsamen Projekten hört. „Stricken lernen und Umgang mit dem Handy. Hier lernt Alt von Jung und umgekehrt. So stelle ich mir ein gelungenes Miteinander der Generationen vor.“ Auch Herr Treibich von der städtischen Jugendhilfe weiß die Vorteile dieses Mehrgenerationenhauses zu schätzen. „Zur Erziehungsberatung bitten wir die Jugendlichen oder die Eltern nicht zu uns ins Jugendamt, sondern wir kommen hierher zu einer offenen Beratung. Das ist für alle Beteiligten deutlich entspannter.“

Beim gemeinsamen Mittagessen und einer anschließenden Führung durchs Haus geht es natürlich auch ums Geld. Hiltrud Lotze bringt es auf den Punkt: „So ein großes Haus braucht Planungssicherheit, braucht eine Verstetigung der Finanzen.“ Beide SPD-Politikerinnen sind sich einig, Mehrgenerationenhäuser müssen gefördert werden. „Hier haben wir wieder ein Beispiel, wo der Bund ein durchaus lobenswertes Projekt anschiebt und sich nach ein paar Jahren aus der Finanzierung zurückzieht,“ so Hiltrud Lotze. Sie jedenfalls setzt auf eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen durch eine sozialdemokratisch geführte Bundesregierung. „Denn diese Arbeit ist im Interesse einer jeden Kommune. Hier wird soziales Engagement eingeübt, erfahren ältere Menschen, dass sie gebraucht werden, wird eindeutig Präventionsarbeit in der Jugendhilfe geleistet.“

Ende 2014 läuft die Förderung durch Bundes- und EU-Mittel endgültig aus. Frau Kuchler würde sich eine weitergeführte Ko-Finanzierung aus Mitteln von Bund, Land und Kommune wünschen. Das war jedoch von Anfang an nicht so vorgesehen. Mehrgenerationenhäuser sollten sich nach einer Anlaufzeit durch familiennahe Dienstleistungen und durch soziales Sponsering mit Unternehmen ihren Unterhalt selbst erwirtschaften. „Das ist völlig illusorisch,“ so Frau Kuchler in einem Vorgespräch. „Wir werden natürlich auch Spenden ein und werden von unserem Träger, der Caritas, mit ergänzenden Mitteln unterstützt. Die Grundfinanzierung aber muss aus öffentlichen Mitteln kommen.“

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