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21. April 2006: SPD Lüneburg: Keine Müllverbrennungsanlage vor den Toren Lüneburgs!

Zu dem geplanten Bau eines Heizkraftwerks in Embsen erklären Heiko Dörbaum (Vorsitzender SPD-Stadtratsfraktion) und Hiltrud Lotze (Vorsitzende SPD Lüneburg):
Was hier der Öffentlichkeit als Heizkraftwerk verkauft werden soll, ist in Wirklichkeit eine Müllverbrennungsanlage. Wir lehnen den Bau dieser Anlage vor den Toren Lüneburgs strikt ab.
Wir befürchten negative Auswirkungen auf die Luftqualität. In dieser Anlage, in der so genannte Ersatzbrennstoffe aus der Papierindustrie und Abfälle aus dem Dualen System, also Plastik, Tetrapacks und andere Verbundmate- rialien verbrannt werden sollen, entstehen Abgase, die die Menschen in der Umgebung belasten werden. Wenn der Landkreis den Menschen so eine Anlage ohne Bürgerbeteiligung einfach vor die Nase setzt, handelt er fahrlässig. Heute erfahren die Bürgerinnen und Bürger aus der Zeitung von diesem Projekt, und schon am Montag soll im Kreisausschuss über den Verkauf des Grundstückes entschieden werden. In einer Hauruck-Aktion kann über solch ein Projekt nicht entschieden werden. Unsere Mitglieder im Kreisausschuss werden dem Verkauf am Montag nicht zustimmen. Wir können auch nicht nachvollziehen, dass der Erste Kreisrat ein derartiges Projekt positiv bewertet. Es geht nicht darum, in unserer Region Arbeitsplätze um jeden Preis zu schaffen. Wir wollen unsere Region im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung voranbringen, da passt eine Müllverbrennungsanlage nicht ins Bild. Wir werden den Oberbürgermeister bitten, die politischen Gremien der Stadt Lüneburg so schnell wir möglich umfassend über das geplante Projekt zu informieren und sich außerdem vehement dafür einzusetzen, dass die Anlage nicht gebaut wird.

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