„Die erste große Kampagne des SPD-Landesverbandes Niedersachsen“, nannte Marco Sievers, Mitarbeiter unserer Landtagsabgeordneten Andrea Schröder-Ehlers, die Kampagne „Eintrittskarte Zukunft“ in seinem Referat bei der Veranstaltung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus am Mittwoch, dem 14.01.2009, im Brau- & Tafelhaus Mälzer in Lüneburg. Er ist mit der Koordination dieser Kampagne beauftragt und bemängelte, dass diese bei den meisten Ortsvereinen noch nicht so angekommen sei, wie das gewünscht wäre. Umso mehr habe er sich über die Einladung der Arbeitsgemeinschaft gefreut und hoffe, dass diese sich aktiv in die Kampagne einbringe.

Das Ziel sei, so Sievers, dass der umfassende Politikansatz der niedersächsischen SPD in der Kinder-, Familien- und Bildungspolitik stärker ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gebracht wird. Aktuell gehe es um vier Hauptthemen: Kinderschutz, Kindertagesstätten und Schulen, Hochschulen und Berufsausbildung. Die SPD will dabei auch Netzwerke mit Vereinen und Verbände, Initiativen und engagierten Bürgern aufbauen oder wieder beleben.

Mit einigen Beispielen verdeutlichte er die Notwendigkeiten für mehr wirksamen Kinderschutz, die Öffnung von Hochschulen für Menschen ohne Abitur nach abgeschlossener Berufsausbildung und die Abschaffung der Studiengebühren für das Erststudium. „Grundrechte zum Schutz für Kinder gehören in die Verfassung“, forderte Sievers. Er stellte einige der Forderungen detaillierten dar, wie z.B. mehr Familien-Hebammen oder Pflicht-Vorsorgeuntersuchungen der Kinder. Die Betreuungszahlen in den Kitas sollten gesenkt werden. Ein kostenloses Mittagessen in Kitas, Kindergärten und Schulen sollte es für alle Kinder im ganzen Land geben.

In Lüneburg seien konkrete Aktionen geplant. Für die Forderung „Abschaffung der Studiengebühren„ will die Juso-Hochschulgruppe an der Universität in Lüneburg schon in den nächsten Tagen aktiv werden. Ein Fachgespräch zum Thema Medien und Online-Sucht gemeinsam mit verschiedenen Gruppen, Verbänden und Selbsthilfe-Vereinigungen sei in Vorbereitung. Der Schülerrat werde auch dabei sein.

Für Andrea Schröder-Ehlers sei diese Kampagne sehr wichtig. „Das ist ihr Kind“, sagte Marco Sievers. „Sie will sich persönlich bei möglichst vielen Aktivitäten beteiligen.“ Am Ende der Kampagne sei eine Untersuchung über den Erfolg vorgesehen, um zu ermitteln, wie es um die Kampagnefähigkeit der Partei bestellt ist.

„Wir brauchen klare Aussagen, wie die SPD-Forderungen, die alle wichtig und richtig sind, finanziert werden können“, wurde in der Diskussion nachdrücklich gefordert. Sonst, so befürchteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, könne die Diskussion mit den Bürgern nicht glaubhaft und erfolgreich geführt werden. Marco Sievers sagte zu, dass er dazu weiter Informationen liefern werde. Heftige Kritik löste die Idee aus mit Prominenten aus dem Fernsehen die Attraktivität von Veranstaltungen zu erhöhen. Einige Diskussionsbeiträge verdeutlichten aber auch, dass es nicht nur Gesprächsbedarf mit der Öffentlichkeit gibt, sondern wohl auch noch Konkretisierungsbedarf zu einzelnen Forderungen und Vorstellungen.

In den nächsten Wochen soll intern besprochen und gegebenenfalls mit dem Unterbezirksvorstand abgestimmt werden, ob und wie sich die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus in die Kampagne einbringen kann. Wer mehr über die Kampagne „Eintrittskarte Zukunft“ wissen will, kann im Internet unter http://www.eintrittskarte-zukunft.de viele zusätzliche Informationen abrufen, sich über die aktuellen Aktionen informieren und an den Diskussionen beteiligen. Dort werden zu allen Themen Materialien angeboten, die kostenlos erhältlich sind. (Siegfried Kubiak)