Am 19.01.2026 wurde im „Klippo“ an der Leuphana Universität in Lüneburg das neue Jahr von der SPD in Hansestadt und Landkreis Lüneburg mit eingeläutet. Zum Empfang waren alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, sowie viele Vertreterinnen unterschiedlicher Organisationen aus der Hansestadt und dem Landkreis eingeladen. Als Gast des Abends, konnten die Sozialdemokraten den aktuellen SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf begrüßen, der über die wichtigsten Ziele und Grundprinzipien der SPD für das nächste Jahr sprach.

 

Knapp 150 Gäste wurden von Jakob Blankenburg und Karoline Feldmann im neuen Jahr begrüßt und zum Neujahrsempfang willkommen geheißen. Im Anschluss übernahm der designierte SPD-Landratskandidat André Schuler das Wort und sprach über seine politischen Ziele, die er in einer Amtszeit als Landrat umsetzen würde. Er wolle das Altwerden für die Menschen angenehmer und einfacher machen, Ziel müsse es sein so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können. Auch über die Unterstützung von Schulen sprach er, genau wie über die Erweiterung der Chancengerechtigkeit. Ein Landkreis könne nur aufblühen, wenn die Menschen die hier sesshaft werden wollen, sich auch eine Existenz aufbauen können. 

Das Grußwort des Abends hielt der SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf aus Lübeck. In seiner Rede sprach er über den Zusammenhalt innerhalb der Partei sowie unserer Gesellschaft, der gerade jetzt, im Hinblick auf das internationale Geschehen sehr wichtig ist. Die Themen, die aus seiner Perspektive das politische 2026 prägen müssen, adressierte er als A-B-C. 

Das A steht hierbei für Aufschwung. Der Aufschwung in der Wirtschaft müsse wieder angekurbelt werden, sagte Klüssendorf. Man müsse mehr investieren in Bildung und neue Innovationen, denn nur so könnte man eine Veränderung ins Positive erreicht werden. Deutschland tendiere zum Pessimismus. Das sei aber in dieser Situation nicht der richtige Ansatz – in jeder Kriese liege eine Chance. Diese gelte es nun zu nutzen und die Politik müsse hierfür bestmöglich die Weichen stellen.  

Das B steht in seiner Auflistung für Bezahlbarkeit. Ein Thema das, obwohl die Inflation nicht mehr so hoch ist wie noch vor vier Jahren, immer noch viel Menschen beschäftigt. Auch die Möglichkeit von Unternehmen, Preise nach Belieben zu erhöhen, kritisiert er und verweist auf die soziale Marktwirtschaft, die verhindern solle, dass das Leben unbezahlbar werde. Ein zentraler Punkt der Bezahlbarkeit sei, dass Menschen von ihrem Lohn ein auskömmliches Leben haben sollen. Mit der Anhebung des Mindestlohns sei hierfür bereits ein Schritt in die richtige Richtung gegangen worden. 

Sein Letzter und ihm wichtigster Punkt, der sich hinter dem C versteckte, ist die Chancengerechtigkeit. Klüssendorf fordert dies in der Bildung wie auch in der Vermögensverteilung ein. 2021 schlossen, laut dem statistischen Bundesamt, 56% der 25- bis 65-Jährigen, die mindestens ein Elternteil mit einem Hochschulabschluss hatten, ebenfalls einen solchen ab. Auf der anderen Seite besaßen nur 12% selbst einen Hochschulabschluss, deren Eltern keinen besaßen. Dass die Bildungschancen in einem Land wie Deutschland noch so stark von dem Elternhaus abhingen, sei nicht hinnehmbar. Genau deshalb müsse dagegen angekämpft werden. Ein weiterer, von ihm benannter Punkt seien die große finanzielle Ungleichheit zwischen Arm und Reich. In den vergangenen Jahren hätten alle Parameter die Ungleichheit in unserer Gesellschaft messen nur eine Richtung gekannt: Nach oben. Das würde auf lange Sicht den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft so wie das Vertrauen in das deutsche Aufstiegsversprechen schmälern.  

Nach der Rede von Tim Klüssendorf hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit sich bei einem Snack und Getränken auszutauschen.