Volles Haus bei Diskussion rund um die Ukraine – 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutieren im Kunstsaal
(K)ein Frieden in Sicht in der Ukraine? Das war das Thema, zu dem die Sozialdemokraten im Landkreis Lüneburg am Montag, den 11. Mai in den Lüneburger Kunstsaal eingeladen hatten. Knapp 80 interessierte Menschen, inklusive Teilen einer Schulklasse, aus der Hansestadt und dem Landkreis folgten dieser Einladung und diskutierten mit den Referenten über die aktuelle Situation an der Front sowie eventuelle Wege, hin zu einem stabilen Frieden und einem Szenario für ein Zusammenleben nach dem Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine.
„Wir freuen uns sehr, dass wir viele neue Gesichter im Kunstsaal begrüßen durften. Mit der Themenauswahl und den gewonnenen Referentinnen und Referenten, scheinen wir den Zahn der Zeit getroffen zu haben,“ resümieren Jakob Blankenburg und Karoline Feldmann, die Vorsitzenden der SPD im Landkreis Lüneburg.
Neben der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung, Siemtje Möller MdB, konnten mit Ibrahim Naber, Chief Correspondent der WELT und Frontreporter unter anderem in der Ukraine sowie PD Dr. Kirsten Bönker, der Leiterin des Lüneburger Nordost-Instituts, ExpertInnen gewonnen werden, die den Konflikt aus unterschiedlichen Perspektiven einordneten. Nachdem Ibrahim Naber kurz in die aktuelle Lage des Konflikts und seine Entwicklung in den vergangenen vier Jahren einführte, ergänzte Siemtje Möller um die Maßnahmen zur Unterstützung der Ukraine, die von der Bundesregierung aktuell unternommen werden.
Auf dem Panel wurden Ursachen, Einschätzungen und eventuelle Auswege diskutiert. Dr. Kirsten Bönker beispielsweise dämpfte Hoffnungen auf einen schnellen Frieden, aufgrund der zunehmenden Autokratisierung des Systems Putin und gewährte spannende, historische Einblicke in die russische Gesellschaft. Einigkeit herrschte bei den Diskutierenden darin, dass eine weitgehende und nachhaltige Unterstützung der Ukraine für eine nachhaltige Sicherheitsstruktur in Europa unabdingbar ist. Zudem könne mittlerweile erkannt werden, dass die Lehren aus der ausbleibenden Reaktion auf die Annektion der Krim gezogen worden sind und die deutsche Russlandpolitik nach der Invasion der Ukraine radikal angepasst wurde.
Die Vorsitzenden der SPD des Landkreises Lüneburg zeigen sich positiv: „Auch wenn wir den Konflikt nicht in seiner Gänze beleuchten konnten, sind die Rückmeldungen allesamt positiv. Heute konnten wir viele Erkenntnisse gewinnen und Perspektiven beleuchten, die sonst nicht so stark in den Fokus gerückt werden.“