Es ist soweit: Nach jahrzehntelangem Ringen haben sich die Verkehrspolitiker von SPD und Union für den Bau einer neuen Bahntrasse zwischen Hannover und Hamburg ausgesprochen. “In der nächsten Woche werden Verkehrsausschuss und Bundestag entscheiden. Dann kann die Neubaustrecke entlang der B3 und A7 endlich kommen. Eine großartige Nachricht für uns vor Ort und den Bahnverkehr insgesamt. Ich habe mich seit Jahren dafür stark gemacht, den Schienenverkehr und auch die regionale Entwicklung  auf diese Weise zu stärken. Wir brauchen die zusätzlichen Kapazitäten dringend, das spüren Bahnreisende ebenso wie unsere Wirtschaft”, freut sich der Lüneburger Bundestagsabgeordnete Jakob Blankenburg. “Wichtig ist mir, dass ein guter Kompromiss gefunden und regionale Bedenken und Anliegen berücksichtigt wurden: Die Gedenkstätte Bergen-Belsen bleibt unberührt. Es wird mehr Lärmschutz entlang der neuen Strecke geben. Soltauer Heide und Bergen werden Regionalhalte. ”

Auch der Lüneburger Landtagsabgeordnete Philipp Meyn ist überzeugt, dass die Neubaustrecke die richtige Lösung ist: “Sie ist der einzige Weg, die notwendigen verlässlichen Kapazitäten zu schaffen, die wir für Wirtschaft, Pendler und Klimaschutz brauchen. Das sagen wir seit Jahren. Eine 147-prozentige Überlastung bekommen wir nicht anders aufgelöst. Das weiß jeder, der auf der Strecke unterwegs ist, und das zeigen auch die Berechnungen. Es muss nun zügig an die Umsetzung gehen, wir haben schon viel zu viel Zeit verloren.”

Allen ist bewusst, dass der Bau Zeit in Anspruch nehmen wird. Daher wird es parallel Verbesserungen an der Bestandsstrecke geben. Geplant sind Arbeiten an Gleisen und Weichen, um die Kapazitäten kurzfristig zu erhöhen, sowie zusätzlicher Lärmschutz unter anderem für Lüneburg und Deutsch Evern. Gleichzeitig ist ein drittes Gleis zwischen Lüneburg und Uelzen nun vom Tisch. Blankenburg: “Wir brauchen zeitnah erste Verbesserungen, daher müssen beide Projekte nun gleichzeitig vorangetrieben werden. In der nächsten Woche geben wir grünes Licht.”

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