Im Fall des vermuteten Hacks gegen André Schuler hat der Lüneburger Staatsschutz mittlerweile eine verantwortliche Person ermitteln und den Fall somit einstellen können. Die Bearbeitung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie den niedersächsischen Verfassungsschutz ist damit ebenfalls eingestellt. 

André Schuler selbst äußert sich wie folgt: „Ich bin froh, dass sich der Sachverhalt nun geklärt und sich der Anfangsverdacht nach einem weitreichenden Hack als falsch herausgestellt hat. Das schnelle Agieren der Sicherheitsbehörden und der professionelle Umgang mit dem Fall haben zu einer guten Lösung für alle Beteiligten geführt. Hierfür gebührt den Behörden mein herzlicher Dank.“

Die Polizei konnte ermitteln, dass die verantwortliche Person lediglich Zugang zu einer einzigen Messenger-Gruppe hatte. Bei der Bildmanipulation konnte glaubhaft versichert werden, dass es sich um einen „Scherz“ handelte. Die verantwortliche Person war sich der sich daraus ergebenden politischen Dimension nicht bewusst.

 

Die ursprüngliche Mitteilung lautete wie folgt:

Der Landratskandidat der SPD für den Landkreis Lüneburg, André Schuler, ist vermutlich gegen Ende Juni Opfer eines politisch motivierten Hacker-Angriffs geworden. Bemerkt hatte er den Hack lediglich aufgrund von verdächtigen Aktivitäten in einem Messenger-Konto, das er sowohl privat, als auch ehrenamtlich und in seinen politischen Funktionen nutzt. Mit den Ermittlungen ist mittlerweile das Landesamt für Verfassungsschutz betraut.

„Für mich, wie auch für meine Familie, war es im ersten Moment ein Schock. Auch auf den zweiten Blick wirkt es surreal, dass Hacker mittlerweile bis auf die vermeintlich kleine, kommunale Ebene heruntergehen,” sagt André Schuler zu dem Vorfall. Der Hacker hatte sich bemerkbar gemacht, indem er über einen Gruppenchat zuerst ein Bild herunterlud und dieses im Anschluss in bearbeiteter Form wieder in die Gruppe stellte. „Wir, genau wie die Behörden, gehen nach den ersten Einschätzungen davon aus, dass es sich um eine klassische Einschüchterungstaktik handelt,“ so Schuler weiter.

Der Vorfall reiht sich ein in Berichte von Hacker-Angriffen auf Journalisten und Politiker deutschlandweit zu Beginn des Jahres. Besonders betroffen sind die Messenger-Dienste Signal und WhatsApp. Für André Schuler steht fest: „Nach dem ersten Erschrecken bin ich nun fest entschlossen, mich davon nicht beeinflussen zu lassen. Einschüchterungsversuche gegenüber ehrenamtlichen Politikern und Kandidaten sind inakzeptabel, werden aber keine Erfolge zeigen.“

Sollten im Namen von André Schuler ungewöhnliche oder verdächtige Nachrichten,  Bilder, etc. auftauchen, bittet der Unterbezirk der SPD im Landkreis Lüneburg um Mitteilung unter lueneburg@spd.de oder telefonisch unter 04131-33118.

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