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Karoline am Mikro Foto: SPD-UB Lüneburg

12. Januar 2024: „Wir müssen die öffentliche Daseinsvorsorge garantieren!“ SPD im Landkreis Lüneburg fordert neue Wege in der Pflege

In den vergangenen Monaten mehrten sich die Meldungen über Pflegeheimschließungen im Landkreis Lüneburg. Nachdem in Vögelsen, in der Samtgemeinde Bardowick, über 40 Personen eine neue Unterkunft finden mussten und der Betreiber des Pflegeheims in Westergellersen Insolvenz anmeldete, steht nun das nächste Alten- und Pflegeheim, das Seniorenzentrum Lopaupark in Amelinghausen, vor der Schließung.

„Wir sehen erneut, dass das private Interesse der Betreiber daran, einen Profit zu erwirtschaften und die gesundheitlichen Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie ihrer Angehörigen nicht wirklich vereinbar sind“ sagt Karoline Feldmann, Vorsitzende der SPD im Landkreis Lüneburg und ergänzt, dass „Alten- und Krankenpflege genauso zur öffentlichen Daseinsvorsorge gehören, wie beispielsweise die Schul- oder Kitabetreuung zu Beginn eines jeden Lebens. Diese Daseinsvorsorge gilt es zu garantieren.“

Auf dem Papier gibt es im Landkreis Lüneburg noch immer genug Platz für die Seniorinnen und Senioren, die einen Platz in einem Alten- und Pflegeheim benötigen. In der Realität sehen sich allerdings immer mehr Menschen mit Schwierigkeiten konfrontiert, einen solchen Platz zu finden, zumal, wenn dringender Handlungsbedarf besteht. Die Betreiberinnen und Betreiber der Heime betonen stets, dass es an qualifizierten Fachkräften mangele und dies sowie die gestiegenen Kosten, beispielsweise durch verpflichtende Zahlung von Tariflöhnen oder steigende Energiekosten, sie dazu zwingen würden, Teile der Einrichtungen nicht zu nutzen. „Diese Schwierigkeiten wollen wir nicht bestreiten, jedoch gilt es, dafür Lösungen zu finden, anstatt Schließung um Schließung zu beklagen.“

„Bereits Mitte des vergangenen Jahres hat die SPD-Fraktion im Lüneburger Kreistag, eine erneute Pflegekonferenz gefordert. Passiert ist bis heute nichts. Ein wichtiger erster Schritt wäre es, Expertinnen und Experten an einen Tisch zu bringen, um konkret neue Wege, wie zum Beispiel die Etablierung von mehr Pflegewohngemeinschaften, zu ermöglichen.“ Sagt Franz-Josef Kamp, Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag Lüneburg. „Im Zweifel müssen Landkreis und Kommunen sicherstellen, dass die Seniorinnen und Senioren untergebracht werden können, zum Beispiel, indem sie Wohlfahrtsverbänden für Pflegeeinrichtungen Immobilien zu fairen Preisen zur Verfügung stellen“, fordert Karoline Feldmann.

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