Artlenburg. Der menschengemachte Klimawandel bedroht die Elbmarsch zunehmend durch Hochwasserereignisse. Um die Region nachhaltig zu schützen, sind schnellere Planungs- und Bauverfahren für einen effektiven Hochwasserschutz dringend erforderlich. Wie der Landkreis Lüneburg den künftigen Herausforderungen an der Elbe begegnen kann, war Thema einer gut besuchten Veranstaltung der SPD im Landkreis Lüneburg am Freitag, den 28. August, im Gasthaus Schützenhof in Artlenburg. Rund 50 Fachgäste – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Bauernverband, Biosphäre, Feuerwehr und Deichverbänden – diskutierten gemeinsam mit Bundesumweltminister Carsten Schneider, Deichhauptmann Hartmut Burmester, Landratskandidat André Schuler (SPD) sowie der parteilosen Samtgemeindebürgermeisterkandidatin für Scharnebeck, Jutta Bauer.

Vor der Podiumsdiskussion verschaffte sich der Minister direkt vor Ort am Artlenburger Deich gemeinsam mit den regionalen Akteuren einen Eindruck von der Situation. Eine Erhöhung des Deiches ist an dieser Stelle aufgrund der unmittelbar angrenzenden Gegebenheiten nur durch eine Verbreiterung des Deichfußes im Deichvorland möglich.

In der anschließenden Diskussion standen der Katastrophenschutz und konkrete Präventionsmaßnahmen im Mittelpunkt. Landratskandidat André Schuler unterstrich dabei die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit: „Der Schutz unserer Heimat an der Elbe erfordert ein entschlossenes Handeln aller Verwaltungsebenen. Wir müssen bürokratische Hürden abbauen, um die notwendigen Schutzmaßnahmen vor Ort zügig umzusetzen.“ Auch Jutta Bauer, betonte die Dringlichkeit für die Kommunen: „Für die Menschen in unserer Samtgemeinde ist ein verlässlicher Hochwasserschutz eine Frage der Sicherheit und Lebensqualität. Es braucht jetzt schnelle, praxistaugliche Lösungen im Deichbau.“

„Genehmigungsverfahren für den Bau neuer Infrastruktur im Deichvorland und im Deichgebiet müssen einfacher und schneller werden, um den kommenden klimatischen Veränderungen und ihren Folgen in der Elbmarsch zu begegnen. Hierbei geht es um die Sicherheit und den Schutz von Leben in der tiefliegenden Elbmarsch“, betont Philipp Meyn, stellvertretender Vorsitzender der SPD im Landkreis Lüneburg und Landtagsabgeordneter.

Bundesumweltminister Carsten Schneider sagte seine Unterstützung für die Beschleunigung der Planungs- und Deichbaumaßnahmen zu. Er unterstrich die Dringlichkeit, angesichts zunehmender Extremwetterereignisse beim Schutz der Elbregion rasch voranzukommen.

„Die letzten Ausbauarbeiten des Elbdeichs liegen schon einige Jahre zurück, während der Klimawandel immer weiter fortschreitet. Daher sind Maßnahmen für die Elbdeiche akut erforderlich. Wenn ich mir eine Sache wünschen würde, dann dass Sie diese Informationen mit nach Berlin nehmen und uns beim Deichausbau unterstützen“, appellierte Deichhauptmann Hartmut Burmester zum Abschluss der rundum gelungenen Veranstaltung.

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